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Montag, 31. März 2008

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Änderungen beim Arbeitsvertrag - Beide Seiten müssen zustimmen

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Dossier Privatversicherer auf Kundenfang

von Ilse Schlingensiepen (Köln)

Private Krankenversicherer (PKV) bereiten sich auf eine Abwerbeschlacht untereinander im ersten Halbjahr 2009 vor. Ihr Hilfsmittel ist pikanterweise der Basistarif, eines der Elemente der Gesundheitsreform, das die Branche heftig bekämpft.

Die Central Kranken, die der AMB Generali gehört, wirbt für einen Optionstarif, der wenige Euro kostet und mit dem Kunden anderer Anbieter 2009 zu ihr wechseln können. Auch Unternehmen wie Axa Kranken und LVM bieten Ähnliches an. Damit können Vertriebe heute schon Kunden werben.

Bisher ist der Wechsel zwischen PKV-Unternehmen teuer. Denn Kunden bauen Alterungsrückstellungen auf, die beim Abwandern zum Konkurrenten bei der Altgesellschaft bleiben. Wer wechselt, zahlt erneut für die Alterungsrückstellung.

Mit dem Basistarif ändert sich das. Die Bundesregierung hat die PKV verpflichtet, ihn ab 1. Januar 2009 anzubieten. Sein Leistungsniveau soll dem der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, die Prämien sind gedeckelt. Das Besondere: Kunden können bei einem Wechsel in den Basistarif eines anderen Versicherers ihre Alterungsrückstellungen zum größten Teil mitnehmen. Bestandskunden können nur zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2009 wechseln.

Basistarif als Sprungbrett

Einige PKV-Gesellschaften wollen dabei den Basistarif als Sprungbrett nutzen - die Gesellschaft wirbt einen Kunden beim Rivalen ab, der geht in den Basistarif der Neugesellschaft, wechselt dort aber sofort weiter in einen anderen, höherwertigen Tarif. Das Resultat: Er hat den Versicherer gewechselt, gleichwertigen Versicherungsschutz behalten und die Alterungsrückstellung größtenteils mitgenommen.

Die Branche ist uneins, ob das rechtlich möglich ist. Das Gesetz lässt die Frage offen. "Es ist nicht der politische Wille, den Basistarif als Sprungbrett für andere Tarife anzusehen", monierte der Vorsitzende des PKV-Verbands, Reinhold Schulte. Der Verband verhandelt mit der Finanzaufsicht BaFin, um eindeutige Regelungen festzuklopfen.

Einige Anbieter bereiten sich darauf vor, dass das nicht gelingt. "Es wird beim Basistarif Gewinner und Verlierer geben. Wir tun alles, um zu den Gewinnern zu gehören", sagte Central-Vorstand Friedrich Schmitt.

Verfassungsbeschwerden eingelegt

Verbandschef Schulte, der auch Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe ist, hält den Kampf um den Basistarif für einen gefährlichen Weg. Vertreter könnten Haftungsprobleme bekommen. Interessant ist der Wechsel ohnehin nur für gesunde Kunden. Denn wechselt man beim neuen Unternehmen in einen anderen Tarif, wird eine erneute Gesundheitsprüfung fällig. Kranke Versicherte bleiben beim alten Unternehmen. Verlieren Versicherer viele junge, gesunde Kunden, müssen sie für den Bestand die Prämien erhöhen. "Es könnte bei einzelnen Unternehmen zu Verwerfungen kommen", warnte Schulte. Die Politik habe das Problem erkannt.

 

Mit Verfassungsbeschwerden gegen die Gesundheitsreform greifen 30 PKV-Gesellschaften - darunter die Central - auch den Basistarif an. Für Schmitt ist das kein Widerspruch. "Wenn man eine Verfassungsbeschwerde laufen hat, muss man als Unternehmen realistischerweise beide Optionen ins Kalkül ziehen."

Quelle: Aus der FTD vom 31.03.2008

 

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  • Samstag, 29. März 2008

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    Restschuldversicherung - Absicherung einzelner Ratenkredite taugt wenig

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    Betrunken unterwegs - Drei Monate Fahrverbot für Rollstuhlfahrer

    Ein Rollstuhl schützt vor Strafe nicht, zumindest wenn der Fahrer der vorsätzlichen Trunkenheit verurteilt ... mehr

    Sonntag, 9. März 2008

    ++ Lohnt sich der Kauf von Fussball-Aktien? ++

    Hotstock-Trading
     
    Fußball-Aktien: Fanartikel oder echtes Investment?
    Borussia Dortmund: Abwärts immer, aufwärts nimmer?
    Die Top-Performer der Woche!

    Sonntag, 09. März 2008

    Fußball-Aktien: Fanartikel oder echtes Investment?


    Marc Nitzsche,
    Chefredakteur


    Liebe Trader,

    Fußball-Spiele in ganzer Länge anzuschauen, gehört an und für sich nicht zu meinen ganz großen Leidenschaften. Für gewöhnlich genügen mir die Zusammenfassungen. Porto gegen Schalke am vergangenen Mittwoch konnte ich mir dann aber doch nicht verkneifen.

    Immerhin hatte ich mit einem Freund um den Gegenwert eines Essens für zwei bei einem guten Italiener gewettet, dass die "Königsblauen" sich aus der Champions League "verabschieden". Auf Seeteufel und Lasagne zum Nulltarif werden meine Frau und ich nun zwar verzichten müssen. Da mir das "Pott-Team" persönlich allerdings recht sympathisch ist, sehe ich die meine Niederlage mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

    Dabei lief mir angesichts des Spielverlaufs schon sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammen. Die Portugiesen hatten Groß-Chancen für eine ganze Saison. Doch der Schalker Torhüter Manuel Neuer machte mit einer absoluten Weltklasse-Leitung eine nach der anderen zunichte und konnte im alles entscheidenden Elfmeterschießen sogar zwei Strafstöße abwehren. Hut ab!

    Nichtsdestotrotz werden sich die Mannen aus meiner Nachbarstadt Gelsenkirchen erheblich steigern müssen, wenn sie auch die nächste Runde "überleben" wollen. Denn auch die größten Schalke-Fans müssen zugeben: Wirklich überzeugend gespielt haben Kuranyi & Co. nicht!

    "Nicht überzeugend" ist übrigens ein gutes Stichwort, das uns nahtlos zu unserem heutigen Thema bringt. An den Anteilsscheinen der wenigen börsennotierten Fußball-Klubs hatten die Anleger in der Vergangenheit meist keine allzu große Freude. Von daher komme ich nicht umhin, mir die Frage zu stellen, ob derartige Papiere überhaupt ernst zu nehmende Papiere oder eher so eine Art Fanartikel sind.

    *Branche generell im Aufwind

    Die generellen Rahmenbedingungen sind für Fußball-Aktien eigentlich gar nicht einmal schlecht. Die großen europäischen Liegen erleben bereits seit mehreren Jahren einen anhaltenden Boom. Immer mehr Menschen strömen in die immer größer werdenden Stadien und bescheren den (Spitzen)-Vereinen steigende Einnahmen.

    Gleichzeitig ist es dem "Volkssport Nummer eins" der Deutschen gelungen, sein "Underdog-Image" abzuschütteln. Fußball ist heute absolut "salonfähig" und keinesfalls mehr ausschließlich eine Freizeit-Beschäftigung der Arbeiterklasse. Dies hat zur Folge, dass die billigen Stehplätze in den Arenen sukzessive von teureren Sitzplätzen verdrängt werden. Für die Vereinskassen ist das zweifellos eine erfreuliche Entwicklung.

    Hinzu kommen Gelder für Fernseh-Übertragungsrechte oder Champions-League-Prämien in teilweise Schwindel erregender Höhe. Zumindest die wirklich guten Mannschaften bräuchten sich somit um ihre finanzielle Situation eigentlich keine großen Sorgen zu machen.

    *Indirekte Sportwetten

    Allerdings trifft das eben nur auf die Top-Teams zu. Sportlicher Misserfolg führt in der heutigen Zeit nur allzu oft dazu, dass die betreffenden Vereine auch wirtschaftlich in die Bredouille geraten. So kostet das Ausscheiden in der "Königklasse" schnell einmal einen zweistelligen Millionenbetrag. Fallende Aktienkurse sind bei solchen Umsatz-Einbrüchen eigentlich fast vorprogrammiert.

    So gesehen ist es meiner Ansicht nach besser oder zumindest ehrlicher, direkt Sportwetten abzuschließen als den "Umweg" über die Aktienmärkte zu gehen. Über eins sollten Sie sich nämlich im Klaren sein: Anteilscheine von Fußball-Klubs sind genau genommen nichts anderes als Wetten auf den sportlichen Erfolg. Bleibt dieser dauerhaft aus, sind Kursgewinne nahezu ausgeschlossen.

    *Erfolg auf dem Feld wichtiger als Erfolg an der Börse

    Aber selbst bei Titel-Gewinnen "am laufenden Band" würde ich bei Fußball-Aktien auf keinen Fall eine Garantie für eine positive Rendite abgeben wollen. Eins lässt sich nämlich nicht ableugnen: Den Vereinen ist Erfolg auf dem Spielfeld wichtiger, als Erfolg an der Börse!

    Die Erzielung nachhaltiger Gewinne oder gar die Auszahlung von Dividenden steht daher maximal an zweiter Stelle. Vorhandene finanzielle Mittel werden eher für den Einkauf und die üppigen Gehälter neuer Welt-Stars verwendet. Für die Aktionäre bleibt da häufig nicht mehr viel übrig.

    Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht: Aber ich möchte unter keinen Umständen Anteilsscheine von Unternehmen in meinen Depot haben, deren primäres Ziel nicht die Steigerung des Firmenwerts sondern der Erhalt möglichst vieler Pokale ist. Deshalb erwarte ich auch in Zukunft eine stark unterdurchschnittliche Performance der betreffenden Werte. Natürlich schließt das nicht gänzlich aus, dass kurzzeitige Kurs-Gewinne bei sportlichen "Sternstunden" möglich sind.

    Für den kleinen "Zock" zwischendurch mögen Fußball-Aktien daher ansatzweise geeignet sein. Ein ernst zu nehmendes Investment sind derartige Papiere für mich jedoch nicht. Tatsächlich handelt es sich doch eher um eine Art Fanartikel für die Bessergestellten als um eine sinnvolle Geldanlage!

    *Borussia Dortmund: Kapitalvernichtung vom Feinsten

    Ein Lied davon singen können, können die Leid geprüften Aktionäre von Borussia Dortmund. Soweit ich mich erinnere, lag der Ausgabepreis zu Beginn des dritten Jahrtausends in zweistelligen Euro-Bereich. Aktuell kostet ein Anteilschein gerade noch rund 1,50 Euro. Abseits des Technologie-Segments gibt es nicht allzu viel Werte, die sich in den zurückliegenden Jahren als eine ähnliche "Kapitalvernichtungs-Maschine" entpuppten.

    Aber wie heißt es doch so schön: Wenn du denkst, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Getreu diesem Motto konnte der Wert in den letzten beiden Wochen rund 15 Prozent zulegen. Ob es sich dabei lediglich um eine technische Korrektur oder eine echte Trendwende nach oben handelt, verrate ich Ihnen in unserer heutigen Ausgabe des Hotstock-Trading.


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    2.) Borussia Dortmund:
    Abwärts immer, aufwärts nimmer?

     

    In Bezug auf die Aktie von Borussia Dortmund hatte ich vor einigen Jahren eine geniale Geschäftsidee: Als ich gesehen hatte, dass es von dem Papier effektive Stücke gibt, die im Internet zu Preisen zwischen 30 und 50 Euro gehandelt werden, fragte ich bei meiner Bank an, ob ich mir über die Börse zu Kursen unter drei Euro erworbene Papiere aushändigen lassen kann. Die Antwort war aber leider ernüchternd:

    Es gibt zwar einige effektive Stücke, doch diese können nur über den Fan-Shop zu fast schon unverschämten Preisen gekauft werden. Bei den an der Börse erstandenen Aktien hat man kein Recht auf Aushändigung effektiver Stücke. Schade eigentlich! Ansonsten hätte ich mir wohl einen Luxus-Urlaub recht schnell verdienen können.

    Wer also mit den Papieren von Borussia Dortmund Gewinne machen will, muss auf echte Kurssteigerungen hoffen. Und genau damit sah es in den zurückliegenden Jahren ziemlich mau aus. Dabei liefen die Geschäfte zuletzt eigentlich gar nicht einmal so schlecht.

    *Starkes Geschäftsjahr 2006/07

    Nach Jahren der Misswirtschaft verdiente der Traditionsverein 2006/07 endlich wieder Geld. Nach Steuern waren es in dem genannten Zeitraum immerhin 10,3 Millionen Euro oder 0,17 Euro je Aktie, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 14,2 Millionen bzw. 0,84 Euro entspricht.

    Die Umsätze erhöhten sich um acht auf 97,1 Millionen Euro. Abgesehen vom Bereich "Transfer" (hochwertige Spieler haben in Dortmund ja schon länger Seltenheitswert), stiegen die Erlöse in sämtlichen Segmenten an. Besonders deutliche Zuwächse gab es bei den Einnahmen aus TV-Rechten. Vor dem Hintergrund der sportlichen "Talfahrt", mit der die Borussen seit längerem zu kämpfen haben, mag das einige von Ihnen erstaunen. Mich jedoch nicht! Denn ich weiß, wie fußballverrückt die Dortmunder sind.

    Zumindest teilweise war das erfreulich gute Ergebnis jedoch auf die Fußball-Weltmeisterschaft hierzulande im vergangenen Jahr zurückzuführen. Zusätzliche Stadienmieten sowie der starke Verkauf von Merchandise-Artikeln wie Trikots, "spülten" einen "warmen Geldregen" in die Klub-Kasse. Allerdings handelte es sich dabei naturgemäß um Einmal-Effekte.

    *Zuletzt wieder in die "roten Zahlen" gerutscht

    Insofern hatte ich persönlich auch bereits damit gerechnet, dass die Umsätze im ersten Halbjahr 2007/08 etwas schwächer ausfallen. Alles in allem summierten sich die Erlöse auf 51,1 gegenüber 54 Millionen Euro im Vorhalbjahr.

    Etwas enttäuscht war ich jedoch im ersten Moment über das erneute "Abrutschen" in die "roten Zahlen". Zwischen Juli und Dezember 2007 erwirtschaftete Borussia Dortmund einen Fehlbetrag von 5,9 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn in Höhe von 8,0 Millionen Euro angefallen war. Waren die guten Zahlen im vergangenen Jahr womöglich nur ein "Strohfeuer"?

    So krass kann man das sicher nicht sagen. Bei genauerer Betrachtung des "Zahlenwerks" fiel mir nämlich auf, dass nicht nur eine planmäßige Tilgung der Finanzverbindlichkeiten in einer Höhe von 2,8 Millionen Euro sondern auch eine Sondertilgung von 5,0 Millionen Euro vorgenommen wurde. Dadurch relativiert sich der ausgewiesene Verlust doch merklich.

    *Insolvenz trotzdem vorerst kein Thema mehr

    Ganz offensichtlich führen die Verantwortlichen den eingeschlagenen Konsolidierungskurs konsequent fort. Das dürfte neben meiner Wenigkeit auch die unzähligen Fans des Vereins freuen, weil dadurch eine Insolvenz vorerst wohl kein Thema mehr ist.

    Mittlerweile sieht die Bilanz zwar nach wie vor nicht erstklassig aus aber zumindest relativ gesund. Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden in den letzten zwölf Monaten um rund zehn Millionen Euro reduziert und die kurzfristigen Vermögenswerte stehen in einem akzeptablen Verhältnis zu den kurzfristigen Schulden.

    Auf der anderen Seite will ich nicht verhehlen, dass sicherlich noch viel Wasser die Ruhr runter fließt, bis Borussia Dortmund finanziell nachhaltig genesen ist. Auch in Zukunft wird man solide Einnahmen brauchen, um allen Verpflichtungen nachkommen zu können. Allerdings habe ich keine durchgreifenden Bedenken, dass dies gelingt.

    *Bemerkenswert treue Fans

    Schließlich hat der Verein - vielleicht abgesehen von Schalke 04 - die treusten Fans überhaupt. In der laufenden Saison hat man mit 50.549 verkauften Dauerkarten einen neuen Rekord aufgestellt. Angesichts der sportlichen Misserfolge in den Jahren zuvor ist das eine erstaunliche Leistung, die bei anderen Klubs wohl nur ein Kopfschütteln auslöst.

    Diese Tatsache dürfte auch der Hauptgrund dafür sein, dass Borussia Dortmund sich bei den Fernseh-Anstalten und Sponsoren einer nach wie vor hohen Beliebtheit erfreut. Die Einnahmen aus diesen Bereichen werden daher weiterhin auf hohem Niveau bleiben, selbst wenn die Leistung auf dem Platz eher durchwachsen ist.

    In Anbetracht dieser Umstände bin ich zuversichtlich, dass bei den Dortmundern auch künftig die Kasse ordentlich "klingeln" wird und man finanziell über kurz oder lang wieder auf die Beine kommt.

    *Treß bleibt Geschäftsführer

    Mein diesbezüglicher Optimismus gründet sich nicht zuletzt auch auf die Person des Geschäftsführers. Thomas Treß mag vielleicht kein großer Visionär sein, aber auf jeden Fall ist er ein erstklassiger Kaufmann. Und genau einen solchen hat der Klub dringend gebraucht.

    Deswegen bewerte ich es auch als extrem positiv, dass sein Vertrag Mitte Februar vorzeitig um drei Jahre verlängert wurde. Zumindest für die Aktionäre ist dieser Mann das Beste, was Ihnen passieren konnte. Aber auch viele Fans werden die Leistungen bestimmt lobend anerkennen. Immerhin dürfte sich mittlerweile bis nach Dortmund herumgesprochen haben, dass es nichts bringt, Titel zu gewinnen und im Anschluss daran Pleite zu gehen.

    *Sportliche "Renaissance" fraglich

    Apropos Titelgewinn: Mit ein bisschen Glück könnten die Dortmunder in diesem Jahr vielleicht den DFB-Pokal holen. Das Halbfinale gegen Jena müsste eigentlich zu schaffen sein, auch wenn sich die Ostdeutschen zuletzt als "Favoriten-Schreck" entpuppten.

    Im Finale droht dann zwar wahrscheinlich der FC Bayern München, aber selbst wenn Dortmund gegen die "Alpen-Übermacht" verliert, sind die Ruhrpottler im internationalen Wettbewerb dabei, weil die Bayern aller Voraussicht nach in der Champions League spielen werden und damit der Platz im UEFA-Pokal für den Zweiten frei wird.

    Finanziell ist das natürlich im Vergleich zur "Königsklasse" nicht das "Gelbe vom Ei", aber auf jeden Fall besser als gar nichts. Kommt Borussia die eine oder andere Runde weiter, ist mit Zusatz-Einnahmen von bestimmt einigen Milliönchen zu rechnen.

    Eine wirkliche Sportliche "Renaissance" ist aber vorerst wenig wahrscheinlich, dafür bräuchte Dortmund einen gänzlich anderen Kader, den man sich zur Stunde schlichtweg nicht leisten kann. Momentan geht es nämlich nach wie vor ums finanzielle Überleben. Mit einem Einzug in die lukrative Champions League rechne ich in den kommenden Jahren eher nicht. Damit sollte sich das Aufwärtspotenzial der Aktie in Grenzen halten.

    Borussia Dortmund GmbH & Co. KG aA

    • WKN

    549309

    • Börsenwert

    96 Mio. EUR

    • KGV 07/08 (e)

    52

    • Div.-Rend. 07/08 (e)

    -

    • Akt. Kurs

    1,59 EUR


    MEIN FAZIT:

    Als heimlicher Schalke-Fan würde es mich ein Höchstmaß an Überwindung kosten, Aktien von Borussia Dortmund zu kaufen. Aber für unbedingt erforderlich halte ich diesen Schritt ohnehin nicht. Zugegeben: Die Situation bei Deutschlands einzigem börsennotierten Fußball-Verein hat sich erkennbar verbessert. Doch das allein rechtfertigt für mich noch keinen Einstieg.

    Mit überdurchschnittlichen Kurs-Gewinnen wäre nur zu rechnen, wenn der Klub an seine sportlichen Erfolge der Vergangenheit anknüpft. Und genau das kann ich mir auf absehbare Zeit nicht vorstellen.

    Wer das anders sieht, kann sich sicherlich eine kleine spekulative Position leisten. Der finanzielle Konsolidierungskurs dürfte weiter voranschreiten und zumindest die Insolvenz-Gefahr ist gebannt. Allerdings müssen Sie sich stets bewusst sein, dass beispielsweise im Fall des Abstiegs aus der Bundesliga derbe Verluste drohen. Daher ist das Papier meiner Einschätzung nach primär für besser situierte Fans geeignet.

    + Solide Einnahmen dank treuer Fans
    + Insolvenz-Gefahr bis auf weiteres vom Tisch
    + Deutlicher Abbau der Verbindlichkeiten

    + Chance auf Teilnahme im internationalen Wettbewerb

    - Finanzlage nach wie vor angespannt
    - Bestenfalls durchschnittliche Mannschaft
    - Wider in Verlustzone gerutscht
    - Hohes Verlustrisiko bei Abstieg


    __________________________________________

     

    3.) Die Top-Performer der Woche!

     

    Top 5 - Deutschland
    Escada AG (WKN 569210)
    +15 %
    Mologen AG (WKN 663720)
    +14 %
    Zapf Creation AG (WKN 780600)
    +14 %
    Borussia Dortmund GmbH & Co. KG aA
       (WKN 549309)
    +13 %
    EMQTEC AG (WKN A0JL52)
    +12 %


    Top 5 - USA
    S T E N Corp. (STEN)
    +197 %
    Norsat Intl. Inc. (NSATF)
    +62%
    Hathor Exploration Ltd. (HTHXF)
    +58 %
    Optio Software Inc. (OPTO)
    +49 %
    Diebold Inc. (DBD)
    +48 %
     


    __________________________________________

    > Die nächste Ausgabe erscheint am 16. März



    Überdurchschnittliche Börsengewinne mit den „heißesten" Aktien am Markt wünscht Ihnen

    Ihr
    Marc Nitzsche
    Chefredakteur Hotstock Trading
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    Disclaimer und Haftungsausschluss

    Hotstock-Trading (kurz HT) ist ein Informationsdienst für spekulativ orientierte Anleger, die zur Steigerung Ihrer Rendite nach hochprofitablen Anlagemöglichkeiten suchen. HT sieht dieses Potential nicht zuletzt Aktien, Hebel- und Turbo-Zertifikaten, sowie Optionsscheinen. HT stellt seinen Newsletter-Abonnenten die auf der Internetpräsenz und im kostenlosen Börsenbrief veröffentlichten Informationen zur Verfügung. Diese umfassen die Beschreibung und Umsetzung einer erfolgreichen Handhabung von Aktien und Derivaten. Konkrete Handelsvorschläge mittels Kauf- und Verkaufsempfehlungen werden nicht gegeben. HT erscheint einmal wöchentlich. Alle übermittelten bzw. bereitgestellten Informationen geben die Meinung, Gedanken und Intuitionen der bei HT beschäftigten Autoren wieder und stellen insbesondere keine Beratung dar.

    Sie sind keine Aufforderung zum Kauf- oder Verkauf von Wertpapieren. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhalts kann nicht übernommen werden. Die in der Vergangenheit erzielten Gewinne sind keine Gewähr für die Zukunft. Keinesfalls sollten Sie anhand der Information unreflektiert Anlageentscheidungen treffen. Die von HT bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die eigene Recherche, sowie Beratung durch Ihre Hausbank oder einen Anlageberater. Zu der Natur von Anlageentscheidungen und damit zusammenhängender Informationen gehört, dass sie auch falsch sein können.

    Impressum:
    Trading Group GmbH & Co. KG, Postfach 17 65, 92207 Amberg
    Persönlich haftende Gesellschafterin: Trading Group Verwaltungs GmbH
    Geschäftsführer: Markus Müller, René Wolf
    HRA Amberg 2702 - Gerichtsstand Amberg
    Steuernummer: 201/178/51908

    _________________________________________

     

    Die beliebtesten Versicherer für Neuverträge

     

    28.02.2008 | psychonomics Studie ermittelt spartenspezifische Anbieterpräferenzen


    Knapp jeder zehnte Versicherungskunde in Deutschland (8,4%) plant im ersten Quartal 2008 den Neuabschluss von Versicherungen oder einen Anbieterwechsel. Dies entspricht einem Absatzpotenzial von rund 4,6 Millionen Neuverträgen im Markt. Den Löwenanteil können die Sparten Schaden-Unfall-Haftpflicht (SUH; 1,6 Mio.), Kfz (1,5 Mio.) und Kranken/Pflege (600.000) auf sich vereinen. In die engere Wahl der möglichen Produktgeber ziehen die Versicherungskunden spartenübergreifend am häufigsten die Allianz, Debeka, DEVK, HUK-Coburg und LVM (alphabetische Reihenfolge). Allerdings „schwören" die Kunden nicht nur auf einen einzigen Anbieter: Je nach Versicherungsprodukt verschiebt sich das Ranking der zehn beliebtesten Gesellschaften (Relevant Set). Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des „ASSDEX" (Assekuranz Absatzpotenzial-Index) des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Rund 1.500 private Versicherungskunden ab 18 Jahren wurden repräsentativ zu ihrer generellen Abschlussbereitschaft und ihrer konkreten Abschlussintention in den kommenden drei Monaten befragt - differenziert nach spezifischen Anbieterpräferenzen in sechs Versicherungssparten und 18 Versicherungsprodukten.

    SPARTENSPEZIFISCHE ANBIETERPRÄFERENZEN

    In der SUH-Sparte favorisieren die Versicherungskunden als potenzielle Produktgeber für Neuabschlüsse derzeit vor allem die Allianz und die HUK-Coburg; das Verfolgerfeld wird von der LVM angeführt. In der Kfz-Versicherung führt die traditionell starke HUK-Coburg die Top 10 mit Abstand vor der Allianz und der AXA an. Für neue Kranken- und Pflegeversicherungen liegt die Debeka als potenzieller Produktgeber auf Platz 1, die Karstadt-Quelle Versicherungen können sich hier unter den Top 5 platzieren. Im Bereich Biometrische Risiken (Risiko-Leben, Basis-/Rürup-Rente und Berufsunfähigkeit) hat der Marktführer Allianz die Nase deutlich vor der HUK-Coburg und der DEVK vorn. Bei der Altersvorsorge führt ebenfalls die Allianz die aktuelle Beliebtheitsskala für potenzielle Neuverträge an, gefolgt von Debeka und Hamburg-Mannheimer. Schließlich liegt in der Rechtsschutz-Sparte wiederum die HUK-Coburg im Top 10 Ranking der zehn beliebtesten Anbieter vorn; auf den Plätzen zwei und drei folgen der ADAC und die Allianz.

    Abgesehen von den spartenübergreifend stark nachgefragten Gesellschaften Allianz und HUK-Coburg zeigen sich deutliche Unterschiede in den produktspezifischen Präferenzprofilen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. „Obwohl der Wunsch nach einer Versicherungsausstattung ´aus einer Hand´ nach wie vor lebendig ist, differenzieren viele Kunden bei einem anstehenden Neuabschluss die Anbieter nach einzelnen Versicherungsprodukten", erläutert Christoph Müller, Experte für Versicherungsmarktforschung bei der psychonomics AG. Im Durchschnitt schließen die Bundesbürger ihr Versicherungsportfolio über zwei verschiedene Anbieter ab, jeder Dritte hat Verträge mit drei oder mehr Gesellschaften.

    KURZFRISTIGES ABSATZPOTENZIAL RÜCKLÄUFIG

    Im Vergleich zum starken Jahresendgeschäft, insbesondere in der Kfz-Versicherung, zeigen sich die deutschen Versicherungskunden zu Jahresbeginn noch relativ abschlussmüde. Aktuell können sich grundsätzlich zwar mehr Kunden vorstellen, Versicherungsprodukte neu abzuschließen oder den Anbieter zu wechseln (42%) als noch im letzten Quartal (39%).
    Die konkrete Abschlussintention im laufenden Quartal nimmt aber im Vergleich zum 4. Quartal 2007 (29%) auf derzeit 20 Prozent ab. Auch der Gesamtindex „ASSDEX" fällt für das erste Quartal 2008 mit 50 Punkten etwas hinter den Stand der Vorquartale zurück (4. Quartal 2007: 56; 3. Quartal 2007: 52). Die komplette Studie „ASSDEX - Assekuranz Absatzpotenzial-Index" (Ausgabe I/2008) kann über die psychonomics AG bezogen werden. Die kommende Ausgabe erscheint im April 2008. Weitere Studieninfo: www.psychonomics.de/assekuranz-absatzpotenzial-index.pdf


    Verantwortlich für den Inhalt / Kontakt:
    psychonomics AG, Berrenrather Straße 154-156, D-50937 Köln
    Tel.: 0221/42061-0, Fax: 0221/42061-100
    www.psychonomics.de

    Sechs Krankenversicherer mit Spitzen-Bewertung

    Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der vom Map-Report bewerteten Krankenversicherer zwar nicht zu, dafür aber die Zahl der sehr gut bewerteten Unternehmen.

    Das Rating setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Bewertungen zusammen, die den drei Bereichen Bilanz, Service und Vertrag angehören. Unter Bilanz werden die Kennzahlen Nettorendite, RfB-Quote 1 und 2, versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, Schadenquote, Solvabilität, Abschlusskosten- und Verwaltungskosten-Quote verstanden.

    Im Bereich Service finden sich Prozesse, BaFin-Quote, Storno, Frühstorno und eine Bewertung des Gesundheits-Managements. Vertrag wiederum setzt sich aus verschiedenen Versicherungsverläufen in der Voll- und Zusatzversicherung zusammen, unterschieden nach Neu- und Bestandsgeschäft, beginnend ab 1993 und 2000 sowie in der Vollversicherung differenziert nach Angestellter und Beamter. Hier spielen also Beitragsanpassungen eine wichtige Rolle.

    Fusion und Neuzugang wiegen sich auf

    Aus der Liste der bewerteten Unternehmen verschwunden ist die DBV-Winterthur, die von der Axa übernommen wurde. Erstmals wieder im m-Rating vertreten ist die Nürnberger. Dadurch blieb die Zahl der teilnehmenden Unternehmen unverändert bei 17.

    Diese 17 Unternehmen repräsentieren 48 Prozent Marktanteil. Es könnten weitaus mehr sein, aber nach wie vor würden viele Krankenversicherer die Übersendung von Daten verweigern, schreibt Herausgeber Manfred Poweleit.

    Spitzengruppe erweitert

    Wie im Vorjahr an der Spitze sind die Debeka und die R+V. Neu in die Spitzengruppe mit einem dreifachen „m" aufgerückt ist die Alte Oldenburger. Ein „m" abgeben musste die Victoria.

    Map-Rating private Krankenversicherer

    Gesellschaft

    Rating 2006

    Punktzahl 2006

    Punktzahl 2005

    m-Rating (Versicherer ab 12 Jahren Marktpräsenz)1

    Debeka

    mmm

    80

    78

    R+V

    mmm

    78

    77

    Alte Oldenburger

    mmm

    70

    67

    DKV

    mm

    65

    66

    HanseMerkur

    mm

    65

    65

    Süddeutsche Kranken

    mm

    64

    71

    Concordia

    mm

    63 (68)2

    65

    LVM

    mm

    62

    66

    Inter

    mm

    61

    64

    Nürnberger

    mm

    60 (65)2

    Signal

    m

    57

    55

    Victoria

    m

    53

    65

    DEVK

    ohne Wertung

    52

    56 (80)2

    HUK-Coburg

    m

    52

    55

    BBV

    ohne Wertung3

    50

    65

    p-Rating (Versicherer unter 12 Jahren Marktpräsenz)4

    DEVK

    ppp

    57 (86)

    56 (80)

    BBV

    ppp

    56 (70)

    Provinzial Kranken

    ppp

    52 (72)

    52 (68)

    Württembergische

    p

    37 (51)

    33 (47)

    Quelle: Map-Report 671-672

    1„mmm" = „hervorragend", „mm" = „sehr gut", „m" = „gut"

    2 Keine vollständige Vertragshistorie, da noch nicht alle Tarife ab 1993 angeboten wurden, deshalb Punktverlust

    3 Die BBV hat zum 1.1.2008 das Neugeschäft eingestellt und erfüllt nicht mehr die Kriterien des m-Ratings

    4 „ppp" = „hervorragend", „p" = „befriedigend"

    Die detaillierten Ergebnisse können in der Untersuchung „Private Krankenversicherung – Rating" (Map-Report 671-672) nachgelesen werden. Sie kann für 75 Euro als gebundenes Heft bzw. 65 Euro als elektronische Version per Fax (04139/7019) oder per E-Mail bestellt werden.

    Quelle: VersJ v. 6.3.08

    Wann Abgeltungsteuer auf Lebensversicherungen fällig wird

    Ab 2009 wird die Abgeltungsteuer in bestimmten Situationen auch auf Lebens- und Rentenversicherungen fällig, wie der Industrie-Pensions-Verein e.V. (IPV) in seiner neuen Mitgliederinformation 1/2008 ausführt. Selbstständige sparen deutlich zu wenig für das Alter, ergänzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in seinen „Positionen".

    Ab 1. Januar 2009 werden Kapitalerträge wie beispielsweise Zinsen, Dividenden oder Spekulations-Gewinne einheitlich mit 25 Prozent Abgeltungsteuer belegt, auf die noch der Solidaritäts-Zuschlag und individuell die unter Umständen fällige Kirchensteuer zu addieren ist.

    Halbeinkünfte-Verfahren günstiger

    Das kann in Ausnahmefällen auch die Erträge aus Lebens- und Rentenversicherungen treffen, wie der IPV schreibt. Und zwar dann, wenn die Voraussetzungen für die Anwendung des Halbeinkünfte-Verfahrens nicht erfüllt werden.

    Besteuerung der Erträge aus Kapitallebens- und aus Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht

    Vertragsart

    Voraussetzungen

    Derzeitige Besteuerung

    Besteuerung ab 2009

    Altvertrag (bis 31.12.2004 abgeschlossen)

    12 Jahre Mindest-Laufzeit, 5 Jahre Mindest-Beitragszahlungs-Dauer, Mindest-Todesfall-Schutz 60% der eingezahlten Beiträge

    Steuerfreie Auszahlung

    Steuerfreie Auszahlung

    Altvertrag (bis 31.12.2004 abgeschlossen)

    Obige Voraussetzungen nicht erfüllt

    Individueller Steuersatz auf gesamten Ertrag

    Abgeltungsteuer

    Neuvertrag (ab 1.1.2005 bis 31.12.2008 abgeschlossen)

    12 Jahre Mindest-Laufzeit, Endalter 60 Jahre

    (Ablauf vor 2017 nicht möglich)

    Individueller Steuersatz auf hälftigen Ertrag (Halbeinkünfte-Verfahren)

    Neuvertrag (ab 1.1.2005 bis 31.12.2008 abgeschlossen)

    Obige Voraussetzungen nicht erfüllt

    Individueller Steuersatz auf gesamten Ertrag

    Abgeltungsteuer

    Neuvertrag (ab 1.1.2009 abgeschlossen)

    12 Jahre Mindest-Laufzeit, Endalter 60 Jahre

    Individueller Steuersatz auf hälftigen Ertrag (Halbeinkünfte-Verfahren)

    Neuvertrag (ab 1.1.2009 abgeschlossen)

    Obige Voraussetzungen nicht erfüllt

    Abgeltungsteuer

    Quelle: in Anlehnung an IPV-Information 1/2008

    In allen anderen Fällen ist das Halbeinkünfte-Verfahren günstiger als die Abgeltungsteuer. In einem Beispiel rechnet der IPV vor, dass eine über 20 Jahre getätigte Anlage bei fünf Prozent Verzinsung mit Abgeltungsteuer zu einem Endkapital von 20.607 Euro, mit Besteuerung nach dem Halbeinkünfte-Verfahren aber zu 23.045 Euro führt.

    Über zwei Millionen Kleinstunternehmen

    Vor allem Selbstständige und Freiberufler müssen mehr für ihre Altersvorsorge tun, schreibt der GDV. Durch Ich-AGs und sonstigen Existenzgründungen, die auch mit der Lage am Arbeitsmarkt zusammenhängen, hat die Zahl der Ein-Mann-Unternehmen von 1,38 Millionen 1991 auf 2,29 Millionen 2005 zugenommen.

    Nach einer vom GDV zitierten Umfrage des Bundesverbandes der Selbstständigen betreiben immerhin 8,9 Prozent der Selbstständigen keine Vorsorge. Weitere 19,5 Prozent legen unter 1.000 Euro jährlich für das Alter zurück, die meisten (34,9 Prozent) zwischen 1.000 und unter 5.000 Euro.

    Lebensversicherung beliebt

    Wenn, dann wählen Selbstständige vor allem die Lebensversicherung (64 Prozent), weit vor Immobilien (52 Prozent), gesetzlicher Rente (51 Prozent), sonstiger privater Rentenversicherung (39 Prozent) oder Ersparnissen und Aktien (38 Prozent). Die Förderprodukte Riester (12 Prozent) und Rürup (6 Prozent) befinden sich noch „unter Ferner liefen".

    Viele Selbstständige wissen aber nicht, dass sie zu wenig sparen: 61 Prozent der Befragten halten ihre Altersvorsorge für ausreichend. Nur ein Drittel hat erkannt, dass sie zu gering ist.

    Quelle: VersJ vom 7.3.08

    Donnerstag, 6. März 2008

    Studium und Weiterbildung

    Montag, 3. März 2008

    Postbank Studie: Private Altersvorsorge statt Urlaub

     

     

    Fast jeder zweite Deutsche jetzt zum Urlaubsverzicht zugunsten einer verstärkten privaten Altersvorsorge bereit / Urlaub bleibt den Deutschen aber "heilig".

     

    Um ihre private Altersvorsorge aufstocken zu können, sind 44 Prozent der Berufstätigen in Deutschland bereit, beim Urlaub zu sparen. Dies ist das Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Untersuchung des Instituts Allensbach im Auftrag der Postbank. In einer gleich lautenden Vorjahresbefragung lag die Bereitschaft demgegenüber bei erst 37 Prozent.

    Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Alters- und Berufsgruppen sowie West- und Ostdeutschland. Mit nur 30 Prozent ist die Sparbereitschaft beim Urlaub unter den in Ostdeutschland Berufstätigen weit geringer als mit 47 Prozent bei denen in Westdeutschland.

    Auch innerhalb der verschiedenen Altersgruppen gibt es große Abweichungen. So wollen nur 32 Prozent der über 50-Jährigen auf Urlaub verzichten. Von den 30- bis 49-jährigen Berufstätigen sagen dies dagegen 49 Prozent und immerhin auch 41 Prozent der 16- bis 29-Jährigen.

    Interessant zudem: Arbeiter gehören zu der Berufsgruppe, die mit 50 Prozent am stärksten zum Sparen beim Urlaub bereit ist. Angestellte geben dies zu 44 Prozent an, Selbstständige zu 37 Prozent und Beamte mit nur 30 Prozent.

    Deutsche wollen Geld aus privater Altersvorsorge fürs Reisen nutzen

    Wie "heilig" den Deutschen der Urlaub ist, macht die Postbank-Studie ebenfalls deutlich: Auf die Frage, für was die Einkünfte aus einer privaten Altersvorsorge später verwendet werden sollen, stehen Reisen hinter dem allgemeinen Ziel, den Lebensstandard zu halten, mit 47 Prozent Nennung unter allen Berufstätigen ganz oben auf der Liste. Erst weit dahinter rangieren Ziele wie Wohnungsrenovierung (21 Prozent), Unterstützung von Kindern im Studium (17 Prozent) oder von anderen Familienangehörigen (15 Prozent).

    Interessantes Detail: Gegenüber der Vorjahresbefragung stieg die Nennung von Reisen als Verwendungsziel für Geld aus einer privaten Altervorsorge von 37 Prozent auf nunmehr 47 Prozent - und damit stärker in der Gunst der Berufstätigen als jede andere Verwendungsform.

     

    Quelle: dvb vom 27.2.08

    Studie: Zufriedene Kunden sind ein wichtiger Treiber für den Versicherungsvertrieb

    Versicherungskunden, die ihre Versicherungsgesellschaften in ihrem sozialen Umfeld aktiv weiterempfehlen, stellen für die Assekuranz besonders wertvolle und attraktive Geschäftspartner dar. Ganz ohne oder mit vergleichsweise geringem Werbeaufwand lassen sich so neue Kunden gewinnen, der Absatz steigern und die eigene Markenstärke festigen.

    In welchem Maße die Bundesbürger bereit sind, Versicherungsunternehmen, bei denen sie selbst bestimmte Produkte abgeschlossen haben, Freunden und Bekannten weiterzuempfehlen, inwiefern sie dies im Alltag tatsächlich tun und welche Akzeptanz und Auswirkung die gezielte Incentivierung von Weiterempfehlungen hat, untersucht die aktuelle Studie „Weiterempfehlung in der Assekuranz" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Über 2.200 private Versicherungsnehmer ab 16 Jahren wurden repräsentativ befragt.

    Demnach sind rund 60 Prozent der Versicherungskunden grundsätzlich bereit, ihre Versicherungsgesellschaften bei entsprechender Gelegenheit weiterzuempfehlen. Die Bereitschaft steigt mit zunehmender Zahl der bei einem Anbieter abgeschlossenen Verträge. Vor allem aber zahlt sich hier eine hohe Kundenzufriedenheit aus: Besonders zufriedene Versicherungskunden zeigen sich zu 84 Prozent zu Weiterempfehlungen bereit, eingeschränkt zufriedene hingegen nur zu 15 Prozent.

    Als mit Abstand eifrigster potenzieller „Weiterempfehler" unter den Versicherungskundentypen erweist sich der „Anspruchsvolle Delegierer": 70 Prozent dieses Typs wollen ihre Gesellschaft weiterempfehlen, „Skeptisch-Gleichgültige" erwartungsgemäß hingegen nur in deutlich geringerem Maße.

    Tatsächliche Weiterempfehlungen

    In den vergangenen zwölf Monaten hat jeder vierte Versicherungskunde Freunden oder Bekannten eine Gesellschaft mindestens einmal konkret weiterempfohlen. Die tatsächliche Weiterempfehlungsquote entspricht damit 43 Prozent der grundsätzlichen Weiterempfehlungsbereitschaft.

    Zentrale Weiterempfehlungsgründe sind vor allem die Leistungen und die Servicequalität der einzelnen Versicherer; der Preis spielte hingegen nur bei jeder vierten Weiterempfehlung eine zentrale Rolle. Den häufigsten Grund für fehlende Weiterempfehlungen (der grundsätzlich weiterempfehlungsbereiten Kunden) stellt der Mangel an Gelegenheiten dar. Gleichwohl hat sich immerhin mehr als jeder zweite Versicherungskunde in den letzten 12 Monaten in seinem Freundes- und Bekanntenkreis mindestens einmal über das Thema Versicherungen unterhalten.

    Akzeptanz und Auswirkung von Weiterempfehlungs-Prämien

    Die Belohnung erfolgreicher Weiterempfehlungen durch die Versicherer mittels Incentives stößt bei der großen Mehrheit der Versicherungskunden auf ein positives Echo. Allerdings halten rund zwei Drittel die bislang angebotenen Incentives nicht für besonders attraktiv. Als Prämie bei den Kunden besonders beliebt sind Einkaufsgutscheine.

    „Eine gezielte, an den Kundenwünschen ausgerichtete Incentivierung von Weiterempfehlungen stellt für das Marketing der Versicherer eine attraktive Option dar. In der Praxis wird diese allerdings oft noch nicht systematisch genutzt.", sagt Christoph Müller, Experte für Versicherungsmarktforschung bei psychonomics.

    Die komplette Studie „Weiterempfehlung in der Assekuranz" (Teilstudie des Kundenmonitor Assekuranz 2007) mit zahlreichen Differenzierungen nach Soziodemographie, den psychonomics-Versicherungskundentypen sowie nach Produkten und Gesellschaften ist über die psychonomics AG beziehbar. (ir)

     

    Quelle: FONDS professionell vom 27.02.2008

    Scheidung kann Riester-Rentnern sehr schaden

    Riestern darf fast jeder und auch gleich mehrfach, sogar höher als staatlich gefördert oder auch ganz ohne Eigenbeitrag. Was es dabei zu beachten gilt, hat das Bundesministerium der Finanzen in seinem Rundschreiben vom 5. Februar 2008 an die Obersten Finanzbehörden der Länder mit zahlreichen Beispielrechnungen erläutert.

    Grundsätzlich vier Prozent der „maßgebenden Einnahmen" müssen im laufenden Jahr als Altersvorsorgebeiträge im Sinne des § 82 Abs. 1 EStG zugunsten eines gesetzlich zertifizierten Altersvorsorgevertrags jährlich als Beitrag aufgewendet werden, um die vollen Zulagen zu erhalten. Maximal 2.100 Euro pro Jahr werden gefördert .

    Elterngeld ist keine maßgebende Einnahme

    Zu den „maßgebenden Einnahmen" für die Höhe der Riester-Beiträge zählt in erster Linie das versicherungspflichtige Entgelt aus dem Vorjahr.

    Berücksichtig wird dieses bis zur Beitragsbemessungs-Grenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung. Nicht dazu gerechnet wird zum Beispiel das Elterngeld.

    Zulagen und nachgelagerte Besteuerung

    Neben Grund- und Kinderzulagen können Riester-Beiträge auch noch als Sonderausgaben nach § 10a Abs. 1 bis 3 EStG abgesetzt werden.

    Ergibt das mehr als die Zulagen, wird der Unterschiedsbetrag von Finanzamt erstattet, das die entsprechende Günstigerprüfung vornimmt. Die späteren Renten werden nach § 22 Nr. 5 Satz 1 EStG nachgelagert besteuert.

    Geteilte Zulagen für mehrere Riester-Verträge

    Es bleibt jedem Förderberechtigten unbenommen, zwei oder drei Riester-Verträge abzuschließen. Mehr Zulagen als für einen Vertrag erhält er dadurch nicht, aber er darf die Zulagen nach eigenen Vorgaben verteilen.

    Legt sich der Sparer nicht fest, entscheidet die Zulagenstelle. Die orientiert sich dann an der Höhe der Eigenbeiträge, die auf die jeweiligen Verträge geleistet werden. Wo diese am höchsten sind, kommt auch die aufgeteilte Zulage hinzu.

    Auch mehr als vier Prozent sind erlaubt

    Wer mehr als die geförderten vier Prozent seines Entgelts in seinen Riester-Vertrag einzahlen will, darf das auch. Doch die nicht geförderten Beitragsanteile und die später daraus entstehende Leistung werden steuerlich anders behandelt als Riester-Renten.

    Eine schädliche Verwendung der Riester-Verträge hat steuerlich dieselben Folgen. Zusätzlich sind in solchen Fällen aber auch die Zulagen und die eventuell darüber hinausgehenden Sonderausgaben zurückzuzahlen.

    Steueregeln für nicht geförderte Verträge

    Wird eine nicht geförderte Sparleistung als Rente erbracht, dann unterliegt diese der Ertragsanteil-Besteuerung nicht geförderter privater Leibrenten nach § 22 Nr. 5 Satz 2 Buchstabe a EStG.

    Für Kapitalleistungen, sofern der Vertrag wenigstens zwölf Jahre gelaufen ist und der Riester-Rentner sein 60. Lebensjahr vollendet hat, gilt das Halbeinkünfteverfahren nach § 20 Abs. 1. Nr. 6 EStG. Also nur die Hälfte des Unterschiedbetrags von Beiträgen und Leistung muss mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

    Gar nichts bezahlen für Riester...

    Weniger als die vier Prozent des beitragspflichtigen Einkommens geht aber auch. Dann gibt es die staatlichen Zulagen anteilig. Der seit 2005 einheitliche Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr ist aber ein Muss für Rentenversicherungs-pflichtige Riester-Sparer.

    Wer nicht versicherungspflichtig ist und nur mittelbar über seinen Ehegatten zum Riester-Sparer wird, der muss aber rein gar nichts aus der eigenen Tasche beisteuern und erhält trotzdem die Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft reicht jedoch nicht.

    ...müssen die mittelbar Förderberechtigten

    Neu ist das nicht, wie ein Zitat aus der Broschüre „Die Riesterrente / 100 Fragen & Antworten", Ausgabe 2002, des damaligen Verbandes Deutscher Rentenversicherungs-Träger zeigt. Dort heißt es:

    „Auch bei Ehepaaren, bei denen nur ein Partner förderberechtigt ist, besteht die Möglichkeit, dass beide Partner die Zulagen erhalten. (...) Der ursprünglich nicht förderberechtigte Ehegatte leitet seine Zulagenberechtigung dann vom förderberechtigten Ehegatten ab und muss dafür selbst keine Beiträge aus eigenen Mitteln leisten. Beide Ehegatten erhalten in diesem Fall die Grundzulage".

    Das Risiko solcher Riester-Kostgänger ist die Ehescheidung. Denn dann entfällt die Riester-Förderung.

    Rente muss sein,...

    Die Auszahlung hat grundsätzlich als Rente zu erfolgen, und zwar frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres des Riester-Sparers.

    Für Verträge, die nach dem 31. Dezember 2011 abgeschlossen werden, ist die Vollendung des 62. Lebensjahres Bedingung. Das gilt dann auch für Basis-Renten.

    ...aber Kapitalleistungen sind erlaubt

    Eine Kapitalleistung ist aber nicht in allen Fällen schädlich. Bis zu 30 Prozent des angesparten Vermögens dürfen beim Eintritt in den Ruhestand ohne negative Folgen gezahlt werden.

    Auch die Kapitalabfindung von Kleinstrenten bleibt ohne steuerliche Folgen. Kleinstrenten dürfen aber ein Prozent der Bezugsgröße in der Sozialversicherung nicht überschreiten. Das sind im laufenden Jahr bei einer Bezugsgröße von 2.485 Euro gerade einmal 24,85 Euro im Monat.

    Der frühe Wohn-Riester gilt noch

    Außerdem darf das angesparte Altersvermögen – ausgenommen der Betriebs-Riester – auch für den Kauf einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt werden. Dieser Altersvorsorge-Eigenheimbetrag zwischen 10.000 und 50.000 Euro ist aber „ohne schuldhaftes Zögern" für den Erwerb einer Immobilie einzusetzen.

    Er muss später auch zurückbezahlt werden. Dafür steht der alte Wohn-Riester. Der neue lässt noch auf sich warten.

    Schädlich ist die Auswanderung...

    Schädlich dagegen ist laut BMF-Rundschreiben vom 5. Februar das Ende der unbeschränkten Steuerpflicht. Und diese endet an der deutschen Grenze.

    Wer also seine Riester-Rente in sonnigen Gebieten verbrauchen will, der muss die Zulagen zurückzahlen. Dass das auch geschieht, dafür sorgt die Zahlstelle, also der Lebensversicherer, die Bank oder die Investmentgesellschaft. Auch die Sonderausgaben will der Fiskus zurückhaben.

    ...oder der Widerruf des Arbeitgebers

    Ein Schadenereignis für die Riester-Rente ist auch dann gegeben, wenn der Arbeitgeber eine noch nicht unverfallbare Betriebsrente nach § 10a EStG widerruft. Auch dann holt sich der Staat die gewährten Zulagen und Sonderausgaben zurück.

    Mindestgarantiezeiten, wie sie die Lebensversicherer bei Leibrenten bieten, sind dagegen unschädlich, sofern im Todesfall die Leistungen ausschließlich an Ehepartner oder Lebensgefährten und Kinder gehen.

    Gepfändet wird erst die Rente

    Gepfändet werden darf ein Riester-Vertrag in der Anwartschaftsphase zwar nicht. Das gilt nicht nur für die erste Schicht der Altersvorsorge wie gesetzliche Rente oder Basis-Rente, sondern auch für diese Form der Altersvorsorge.

    Doch sobald die Renten gezahlt werden, sieht es anders aus. Dann können gesetzliche, Riester- und Basis-Renten gepfändet werden.

     

    Quelle: VersJ vom 13.2.08

    Trügerisches Spar-Versprechen

    Trügerisches Spar-Versprechen

    Wer in diesen Tagen einen Newsletter des Baumarktes Obi erhält, sollte ganz besonders vorsichtig sein. Denn Betrüger nutzen den Namen der Baumarktkette auf ganz besonders perfide Weise für ihre kriminellen Zwecke.

    Die Flut gefährlicher E-Mails reißt nicht ab. Erst am vergangenen Freitag waren es betrügerische Liebesbotschaften der ganz besonderen Art.

    Perfekte Fälschung

    Das Sicherheits-Unternehmens Sophos warnt vor einem E-Mail-Newsletter, der vorgeblich vom Bau- und Heimwerkermarkt Obi stammt. Die Mail verfolgt jedoch ausschließlich das Ziel, an persönliche Daten ihrer Empfänger zu gelangen.

    Der Betrugsversuch ist perfekt getarnt. Mit der Betreffzeile „8% Spar-Coupon von OBI – jetzt einlösen" sollen die Empfänger der E-Mail dazu verleitet werden, einen angeblich von dem Baumarkt stammenden Newsletter zu öffnen.

    Dazu haben die Betrüger einen der echten Obi-Newsletter samt Dateianhängen und Internet-Links in ihre Mail kopiert. Gefälscht ist lediglich ein Link am Ende der Mail, mit dem der Newsletter abbestellt werden kann.

    Absolut machtlos

    Doch selbst wer diesem Link folgt, hat zunächst wenig Grund zum Argwohn. Allenfalls die Fragen nach persönlichen Daten, die angeblich für die Abmeldung erforderlich sind, könnten aufmerksame Mail-Empfänger misstrauisch werden lassen.

    Wer auf den Trick hereinfällt und sich über die angegebene Internetseite abmeldet, liefert den Betrügern Daten, die sie für weitere Attacken nutzen können.

    Obi-Sprecherin Johanna Meessen hat die Angaben von Sophos in einem Telefonat mit der VersicherungsJournal-Redaktion bestätigt. Gegen Angriffe dieser Art sei man absolut machtlos. Von einer inzwischen gegen Unbekannt gestellten Strafanzeige verspricht man sich daher wenig. Denn die Initiatoren der betrügerischen Mail befinden sich offenkundig in Südostasien.

    Nicht reagieren

    Die Einschätzung der Obi-Sprecherin wird von Sophos-Spezialist Christoph Hardy geteilt. Nach seiner Meinung kann sich kein Unternehmen vor dieser Art von Missbrauch schützen.

    Auch wenn Sophos aus guten Gründen dazu rät, auf Computern eine Antiviren-Software sowie eine Firewall zu installieren, laufen solche Schutzmaßnahmen bei Angriffen der beschriebenen Art ins Leere.

    Was bleibt, ist der dringende Rat, auf die angebliche Newsletter-Mail des Baumarktes nicht zu reagieren und keinesfalls sensible Kontaktdaten im Internet preiszugeben.

    Quelle: VersJ vom 21.1.08

    Eltern haften für Ihre Kinder - oder?

    Wer als Aufsichtspflichtiger ein dreieinhalbjähriges Kind in einem nur mit wenigen Kunden gefüllten Kaufhaus nicht permanent im Auge behält, dem kann nicht vorgeworfen werden, seine Aufsichtspflicht verletzt zu haben.

    Es reicht aus, wenn der Aufsichtspflichtige einige Meter vor dem Kind hergeht und regelmäßig nach ihm schaut – so das Amtsgericht Koblenz in einer jetzt bekannt gewordenen Entscheidung vom 10. Mai 2007 (Az.: 4 C 43/07).

    Sturz einer älteren Dame

    Nach einer Mitteilung des Anwalt Suchservice war die 79-jährige Klägerin in einem Kaufhaus zu Fall gekommen. Dabei hatte sie sich erheblich verletzt.

    Die ältere Dame behauptete, dass der dreieinhalbjährige Sohn des Beklagten seitlich in sie hineingelaufen sei, und sie dabei zu Boden gestoßen habe.

    Sie machte den Vater des Kindes für den Zwischenfall verantwortlich. Denn dieser war zum Zeitpunkt des Unfalls unbestritten einige Meter vor seinem Sohn hergegangen, ohne ständig nach ihm zu schauen.

    Erfolglose Klage

    Der Vater war allerdings der Ansicht, ausreichend auf seinen Sohn aufgepasst zu haben. Er wies daher die Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen der Verletzten als unbegründet zurück.

    Auch mit ihrer hiergegen gerichteten Klage hatte die Frau keinen Erfolg. Sie musste zu ihrem Verdruss auch noch die Kosten des Rechtsstreits bezahlen.

    Zwar ist ein Vater dazu verpflichtet, sein dreieinhalbjähriges Kind wegen seiner altersbedingten Unerfahrenheit zu beaufsichtigen. Aufsicht bedeutet allerdings nur, den Aufsichtsbedürftigen zu beobachten und zu überwachen, nicht aber sich ständig in seiner unmittelbaren Nähe aufzuhalten.

    Weder praktikabel noch kindgerecht

    Die Intensität der Aufsichtspflicht von Eltern ist nicht nur von dem Alter des Kindes abhängig, sondern auch davon, ob es sich um ein besonders lebhaftes und schwer zu beaufsichtigendes Kind handelt. Von Letzterem ging das Gericht in dem zu entscheidenden Fall nicht aus.

    Eine Überwachung eines dreieinhalbjährigen Kindes auf Schritt und Tritt ist nach Überzeugung des Gerichts weder praktikabel noch kindgerecht. Der Vater war daher nicht dazu verpflichtet, seinen Sohn in dem Kaufhaus ständig im Auge zu behalten oder ihn gar an der Hand zu führen.

    Angesichts der Tatsache, dass sich in dem Kaufhaus nur relativ wenige Menschen aufhielten, musste der Vater auch von keiner erhöhten Gefahrenlage ausgehen. Er musste im Übrigen auch nicht damit rechnen, dass sein Sohn eine nicht mehr ganz so standfeste Person umlaufen könnte.

    Quelle: VersJ vom 22.1.08

    Siegeszug staatlich geförderter Altersvorsorge setzt sich unaufhaltsam fort

     

    6. Vorsorge-Barometer von Clerical Medical: Riester- und Basisrente zukunftsträchtigste Vorsorgeformen – Trend zu mehr Rendite vorerst gestoppt


    Staatlich geförderte Altersvorsorge wird immer beliebter. Zum sechsten Mal hat der britische Finanzdienstleister Clerical Medical die Bevölkerung im aktuellen Vorsorge-Barometer repräsentativ gefragt: „Was glauben Sie: Welche Formen der langfristigen Altersvorsorge werden sich durchsetzen?" Mit 41 Prozent ist die staatlich geförderte Altervorsorge die neue Nummer eins (+ 15 Prozentpunkte). Betrieblich und staatlich geförderte Vorsorge kommen zusammen auf über 64 Prozent (+ 18 Prozentpunkte). Nur schwach zugelegt haben die selbst genutzte Immobilie mit 32 Prozent auf Platz zwei und die betriebliche Altersvorsorge auf Platz drei mit 23 Prozent (je + 2 Prozentpunkte).

    Klassische deutsche Kapitallebens- oder Rentenversicherungen gewinnen seit zwei Jahren erstmals wieder an Zustimmung und springen von Platz sechs auf Platz vier (+ 3 Prozentpunkte). Renditeträchtigere Produkte, wie Aktien oder fondsgebundene Versicherungen, verlieren dagegen an Zustimmung. Sowohl fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen (- 5 Prozentpunkte) als auch Investitionen in Aktien, Aktien-fonds, Zertifikate oder Derivate (- 4 Prozentpunkte) büßen Prozentpunkte ein.

    „Die Turbulenzen an den Aktienmärkten im letzten Halbjahr haben die Anleger offenbar verunsichert. Von kurzfristigen Kursschwankungen sollten sie sich aber nicht beeinflussen lassen. In der Vergangenheit waren Aktien bei Anlagezeiträumen bis zu 30 Jahren weitaus rentabler als konservative Anlageformen", gibt Pressesprecher Michael Hanitz zu Bedenken. Besserverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen ab 3.000 Euro würden schon heute eher auf Investitionen in Aktien, Aktienfonds, Zertifikate oder Derivate setzen (14 Prozent) als der Bevölkerungsdurchschnitt (8 Prozent).

    Appelle aus Politik und Versicherungswirtschaft greifen: Junge wachgerüttelt

    Vor allem in der Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen wächst die Zustimmung zur staatlich geförderten Altersvorsorge. Aktuell nennen bereits 44 Prozent dieser Altersgruppe Riester- und Basisrenten, im Juli 2007 waren es noch 21 Prozent (+ 23 Prozentpunkte). „Nur wer früh in die private Vorsorge einsteigt, profitiert vom Zinseszinseffekt", so Hanitz. Während die Jungen auf staatliche Förderung setzen, halten besonders 40- bis 59-Jährige das Eigenheim für eine Vorsorgeform mit Zukunft (39 Prozent). Insgesamt ein Drittel der Deutschen schwören weiterhin auf die eigenen vier Wände. Die vermietete Immobilie bleibt mit 17 Prozent stabil auf Platz fünf.

    Sparbuch hat ausgedient

    Abgeschlagen auf dem sechsten Platz rangieren mit 14 Prozent festverzinsliche Anlagen wie das Sparbuch. Außer bei 60- bis 69-Jährigen verlieren festverzinsliche Anlagen in allen Altersgruppen. „Eine erfreuliche Entwicklung: Nach Inflation und Steuern bleibt hier zu wenig übrig, um die Vorsorgelücke zu schließen und den Lebensstandard im Alter zu sichern", erklärt Hanitz. Etwa ein Drittel der Deutschen traut sich keine Einschätzung zu oder glaubt, dass die meisten Anleger ihre Vorsorgeentscheidung aus Unsicherheit vorerst zurückstellen werden (- 4 Prozentpunkte). Die repräsentative Umfrage wurde im Dezember 2007 von der GfK Marktforschung im Auftrag von Clerical Medical unter 1.001 Bundesbürgern durchgeführt. In den letzten beiden Jahren wurden die Deutschen bereits fünfmal zu Trends bei der langfristigen Altersvorsorge befragt.


    Quelle: brokerchannel vom 17.1.08